Textbausteine für Ihre Umbrienreise

Todi-Spoleto

 

Nach dem Frühstück geht es zunächst in Richtung Orvieto. Nach kurzer Fahrt erreicht man diesen berühmten Ort hoch oben auf einem Felsen. Heute führt der Weg jedoch noch an dieser Stadt vorbei in Richtung Osten. Über eine kurvenreiche, aber äußerst interessante Straße erreicht man nach ca. 45 Km Fahrtstrecke den Ort Todi. Todi ist eine typische kleine umbrische Stadt mit ca. 17.000 Einwohnern, in der man ein charakteristisches mittelalterliches Stadtbild vermittelt bekommt. Schon von den Römern gegründet, haben sich bis heute die gleichen städtischen Strukturen erhalten: enge verwinkelte Gassen, Arkaden, das Braun der Häuser und kleine Brunnen. Durch die Lage auf einem Hügel und die dadurch bedingten Höhenunterschiede hat man oft unerwartet einen interessanten Ausblick auf die umliegende Landschaft.

Zentrum des kleinen Städtchens ist die Piazza del Popolo mit ihren mittelalterlichen Gebäuden, wie den Palazzo del Popolo und den Palazzo del Capitano, beide aus dem 13. Jh., letzterer heute Sitz der Bibliothek und des städtischen Museums. Weiterhin von Interesse sind der Dom aus dem 12. Jh., der später (16.Jh.) gründlich erneuert wurde und San Fortunato, ebenfalls im 13. Jh. begonnen und mit einem herrlichen gotischen Portal versehen.

Von Todi aus führt der Weg dann weiter in Richtung Osten nach Spoleto. Diese Stadt am Fuße des Monteluco und am Rande der umbrischen Ebene ist Musik- und Kunstliebhabern schon seit Jahrzehnten bekannt, denn hier findet das berühmte "Festival dei Due Mondi" (Juni/Juli) statt, in dessen Rahmen Opern- und Ballettaufführungen internationalen Rahmens geboten werden. Spoleto selbst besitzt noch sein antik-mittelalterliches Stadtbild: Überreste aus der römischen Zeit, aus der Zeit als Spoleto blühende Hauptstadt eines langobardischen Herzogtums war und aus der Zeit als Spoleto Teil des Kirchenstaates war. Heute hat Spoleto fast 40.000 Einwohner und ist eines der Hauptziele für die Touristen in Umbrien. Sehenswert sind insbesondere die Ruinen aus der römischen Zeit: Theater (1. Jh. n. Chr.), Reste des Tempels und der Drusus-Bogen aus dem Jahr 23 n. Chr.. Hauptsehenswürdigkeit ist jedoch der Dom, der im 12. Jh. im romanischen Stil errichtet wurde und dem später eine prächtige Renaissance-Säulenhalle vorangestellt wurde. Neben dem Dom gibt es noch eine Vielzahl äußerst interessanter mittelalterlicher Kirchenbauten in Spoleto oder in unmittelbarer Umgebung: Sant' Ansano, Sant' Eufemia, Santi Giovanni e Paolo, San Domenico, San Pietro fuori le mura, San Salvatore und San Ponziano. Beeindruckend ist auch die großartige, 230 m lange Brückenkonstruktion der "Ponte delle Torri". Man schätzt ihre Entstehungszeit auf das 13./14. Jh., doch gab es hier wohl schon einen Vorgängerbau aus der römischen Zeit.

Nach der Besichtigung von Spoleto führt der Weg wieder zurück nach Bolsena, das ebenfall einige interessante Bauwerke aufweist, wie beispielsweise die Burg oder die Kirche Santa Cristina.

 

Narni-Terni

 

Nach dem Früstück geht es wiederum in Richtung Orvieto. Heute führt der Weg über die Autobahn in Richtung Süden bis Orte. Dort verlassen Sie die Autobahn in Richtung Osten und fahren zunächst nach Narni. Diese Stadt liegt auf einem steilen Ausläufer des Monte Maggiore und oberhalb des Neratales. Schon die Römer errichteten hier um 220 v. Chr. die Kolonie "Narnia", denn an dieser Stelle überquerte die wichtige Via Flaminia den Fluß Nera. Aufgrund ihrer strategisch bedeutsamen Lage wurde diese Stadt im Laufe der Geschichte mehrfach zerstört. Heute hat Narni ca. 20.000 Einwohner und in der Umgebung einige Anlagen der chemischen Industrie. Die Altstadt liegt in ca. 250 m Höhe und bietet ein homogenes Bild mit mittelalterlichem Charakter. Wichtigstes Bauwerk ist der Dom, der schon im 11. Jh. begonnen worden war, aber erst über einhundert Jahre später eingeweiht wurde. Auch hier wurde vor die eher schlichte Fassade eine Renaissance-Säulenhalle gebaut. Unweit davon entfernt liegt der Palazzo del Podesta, der durch Zusammenlegung dreier Bauten entstanden ist. Im prächtigen Innenhof findet man römische und mittelalterliche Marmortafeln und im ersten Obergeschoß ein bekanntes Altarbild des Florentiner Malers Domenico Ghirlandaio von 1486.

Von Narni aus sind es nur wenige Kilometer bis zur Provinzialhauptstadt Terni. Terni ist eine moderne Stadt mit über 110.000 Einwohnern und besitzt eine Reihe von chemischen und metallverarbeitenden Betrieben in der Umgebung. Dennoch gibt es im Zentrum eine Reihe von Palästen und Kirchen aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance. Auch gibt es zahlreiche Zeugnisse aus der vorrömischen Zeit, d.h. aus dem Zeitraum des 10. bis 7. Jh. v. Chr.. Diese Kultur wurde von den "Nahartes" getragen, die man als Feinde der im Umland wohnenden Umbrer identifizieren konnte.

Später wurde Terni in ständige Kämpfe mit der rivalisierenden Stadt Narni verstrickt und von inneren Machtkämpfen erschüttert. Der Wasserreichtum in der Umgebung ermöglichte Ende des vergangenen Jahrhunderts die Ansiedlung von Metallverarbeitenden Fabriken, die aber zum großen Teil im zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Nach dem Krieg wurde gezielt wiederaufgebaut und heute gehört Terni zu den am stärksten industrialisierten Gegenden in Mittelitalien. Hauptsehenswürdigkeiten sind die Kirche San Salvatore, eine frühchristliche Basilika, die in der romanischen Zeit ausgebaut wurde und die gotische Kirche San Francesco, deren Bau im Jahre 1265 begonnen wurde und die im 16. Jh. erweitert wurde.

Ein einzigartiges Naturschauspiel erwartet die Besucher ca. 9 Km süd-östlich von Terni: der "Cascata delle Mármore", ein Wasserfall, der von den Römern im 3. Jh. v. Chr. erbaut wurde, um  das Wasser des Velino in die Nera zu leiten. Heute wird die Wasserkraft für die Stromerzeugung genutzt. Daher fließt das Wasser nur zu bestimmten Zeiten, wenn oberhalb eine Schleuse geöffnet wird. Dies ist zumeist an Sonn- und Feiertagen, abends ist der Wasserfall beleuchtet.

 

Orvieto-Chiusi

 

Nach dem Frühstück und der Gepäckverladung verlassen Sie Bolsena und fahren erneut in Richtung Orvieto. Diesmal jedoch führt der Weg hoch in diese auf einem über 320 m hohen Tuffelsen gelegene Stadt.

Orvieto ist eine etruskische Gründung und so findet man im Umkreis der Stadt auch einige Hinweise auf diese Geschichtsepoche. Neben Grabanlagen, sog. "Nekropolen" findet man interessante Zeugnisse der Etrusker im Museum im Palast der Dombauhütte.

Darüber hinaus finden sich in Orvieto eine Fülle mittelalterlicher Zeugnisse wie den Befestigungsring und zahlreiche Paläste. Hauptattraktion ist aber zweifelsfrei der weithin sichtbare Dom, an dem Jahrhunderte lang gearbeitet wurde. Dieser gotische Bau wurde 1290 begonnen und im 16. Jahrhundert weitestgehend beendet. Im Inneren die Fresken des Luca Signorelli und das Meßgewand des böhmischen Priesters, der 1263 an der Transsubstantiationlehre zweifelte und der durch eine blutende Hostie bekehrt wurde. Dieses Ereignis war Anlaß für die Einrichtung des Fronleichnamsfestes, das alljährlich mit einer großen historischen Prozession gefeiert wird.

Da man die neue Stadt unterhalb des Felsplateaus anlegte, wurde das Stadtbild in der Altstadt kaum verändert. So findet man heute noch enge und verwinkelte Gassen und kleine Plätze. Lohnenswert ist eine Einkehr in eine der Schenken, in denen der aus Orvieto stammende Weißwein ausgeschenkt wird.

Am Nachmittag verlassen Sie Orvieto, um auf der Autobahn ca. 40 Km in Richtung Norden zu fahren. Bei Chiusi verlassen Sie die Autobahn und haben Gelegenheit für einen kurzen Stop in diesem kleinen, alten Städtchen etruskischen Ursprungs. Sehenswert ist der Dom, ein romanischer Bau aus dem 12. Jahrhundert sowie das etruskische Nationalmuseum (leider Montags geschlossen) und einige etruskische Grabanlagen in unmittelbarer Umgebung.

 

Perugia

 

Nach dem Früstück geht die Fahrt in östlicher Richtung nach Perugia. Über die neuerbaute Schnellstraße ist man in kurzer Zeit am Stadtrand angelangt. Von dort aus geht es über einige Kurven und Kehren hoch zur Piazza Partigiani, wo sich der Busparkplatz befindet. Von dort aus geht es zweckmäßigerweise zu Fuß weiter. Zunächst mittels eines einzigartigen und interessanten unterirdischen Rolltreppensystems, das den Besucher durch die Reste der mittelalterlichen Anlagen der Rocca Paolina führt, ehe man oben in der Altstadt bei der Piazza Italia wieder das Tageslicht erblickt.

Die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt sind um die Piazza IV. Novembre gruppiert, in dessen Mitte sich die berühmte "Fontana Maggiore" befindet. Dieser Brunnen ist einer der schönsten mittelalterlichen Anlagen Italiens, von eleganter und harmonischer Linienführung. Er ist mit Skulpturen von Nicola und Giovanni Pisano geschmückt und besitzt an der Seite wunderschöne Reliefs mit Monatsdarstellungen. Direkt daneben befindet sich der Eingang zum Dom, einem gotischen Bau aus dem 15. Jh., der teilweise mit Marmor verkleidet ist.

Das wichtigste Bauwerk der Stadt Perugia ist jedoch der Palazzo Comunale oder auch Palazzo dei Priori genannt. Dieses ist ein beeindruckendes und mächtiges gotisches Gebäude, das zwischen 1293 und 1443 errichtet wurde. Im Inneren befindet sich der große "Sala dei Notari", in dem sich einst die vornehmsten der Stadt trafen, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Im Erdgeschoß befindet sich ein weiterer großer Saal, der "Sala del Collegio della Mercanzia" und direkt an das Gebäude angrenzend das "Collegio del Cambio", das Gebäude der Münzwechsler aus dem 15. Jh.

Für die Besichtigung dieser äusserst interessanten Stadt ist ein ganzer Tag eingeplant, so daß am Nachmittag auch hier wiederum ein wenig Zeit verbleibt, um in eigener Regie die malerischen Gassen der Stadt zu erforschen.

 

Umbertide-Citta di Castello

 

Nach dem Frühstück geht es an diesem Tag in nördliche Richtung. Über malerische und kurvenreiche Landstrassen erreicht man das Tibertal, in dem der kleine Ort Umbertide liegt. Hier ist es die Rocca aus dem 14. Jh., die sehenswert ist. Weiter geht es zu einem kurzen Abstecher nach Campo Reggiano, einer Abtei, die schon 1385 gegründet wurde und deren Kirche San Bartolomeo eine interessante Krypta besitzt. Von Campo Reggiano geht es wieder zurück ins Tibertal und dann nordwärts in Richtung Citta di Castello.

Città di Castello bietet dem Besucher einen Eindruck, der an eine toskanische Stadt denken läßt und tatsächlich waren es die florentiner Architekten Antonio da Sangallo und Giorgio Vasari, die einen großen Teil der Paläste und Kapellen entwarfen. Von den Römern gegründet, war die Stadt im Mittelalter zeitweise unabhängig, ehe sie unter die Herrschaft verschiedener Signoren geriet. Ab dem 16. Jh. kam Citta di Castello dann an den Kirchenstaat.

Wichtigste Bauwerke sind der Palazzo Comunale, einst Sitz der Stadtverwaltung und der Dom, ursprünglich ein romanischer Bau, der im 15./16. Jh. fast gänzlich umgestaltet wurde. Das dritte Gebäude an der Piazza Matteotti ist der Palazzo del Podesta. Hier wohnte und regierte der Stadtkommandant seit der Mitte des 15 Jh., als man diesen Palast mit seiner Barockfassade errichtete.

Unweit entfernt befindet sich die Pinacoteca Comunale mit der zweitgrößten Kunstsammlung Umbriens. Zu den bedeutendsten Stücken zählen "Madonna und Engel" aus dem 13./14. Jh., das allerdings seit langer Zeit in Florenz zur Restaurierung weilt. Die beiden großen Ordenskirchen San Francesco und San Domenico sind im 17. Jh. in barocker Art umgestaltet worden.

 

Gubbio-Gualdo Tadino

 

Nach dem Frühstück führt der Weg an diesem Tag zu einem weiteren Höhepunkt der Reise: Gubbio. Diese Stadt ist von ihrem Stadtbild her eine der typischsten Städte Umbriens. Bedingt durch den relativ harten Stein, den man hier zum Bau der Gebäude verwendete und die Tatsache, daß es hier weniger kriegerische Zerstörungen gab, findet der Reisende ein geschlossenes mittelalterliches Stadtbild vor, das zum größten Teil aus dem 15. Jh. stammt. Gubbio scheint eine Gründung der Umbrer gewesen zu sein. Allerdings gibt es aus dieser Epoche keine Zeugnisse. Diese finden sich erst wieder, als die Römer hier die Herrschaft übernehmen. Im Mittelalter beginnt dann der Aufstieg der Stadt, der aber im 17. Jh. endgültig unterbrochen wurde, als die Stadt Teil des Kirchenstaates wurde. Aufgrund der abgeschiedenen Lage gab es kaum kriegerische Auseinandersetzungen um Gubbio, andererseits wurde die wirtschaftliche Entwicklung dadurch schwer gehemmt. Industrie und Handel entwickelten sich nur in bescheidenen Ausmaßen, während das Handwerk ein sehr hohes Niveau erreichte. Insbesondere Keramik- und Schmiedeeisenprodukte werden auch heute noch für den Kunstgewerbemarkt produziert.

Schon von weitem bietet die Stadt einen interessanten Anblick, da sie sich den Hang des Monte Ingino emporzieht und die wichtigsten Bauwerke wie auf einem Tuch präsentiert werden. Diese sind der Palazzo dei Consoli, der Palazzo Ducale, die Kirche San Francesco und der Dom.

Das erste Gebäude, das man beim Betreten der Stadt erblickt, ist die Kirche San Francesco. Dieser gotische Bau aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. liegt noch im unteren Teil der Stadt. Geht man von dort aus weiter ins Zentrum, so steigt man über Treppen und enge Gassen hoch zur Piazza della Signoria. Dort finden sich zwei interessante kommunale Bauten: Palazzo dei Consoli und Palazzo Pretorio. In letzterem ist heute das Rathaus untergebracht. Der Palazzo dei Consoli ist einer der schönsten Paläste Italiens mit Zinnen und einer interessanten Freitreppe. Der Palast wurde Mitte des 14. Jh. errichtet und beherbergt heute das Städtische Museum und die Gemäldegalerie. Geht man wiederum einige Schritte höher, erreicht man den Dom und den Palazzo Ducale. Der Dom stammt aus dem 13. Jh. und besitzt im Inneren nur ein einziges Schiff. Sehenswert ist der Herzogspalast, der im 15. Jh. errichtet wurde. Während das Ãmussere des Baus nicht so interessant ist, bietet der Renaissanceinnenhof einen wunderschönen Anblick, insbesondere die Arkadengänge, die den Hof umsäumen.

Gubbio bietet am 15. Mai eines jeden Jahres einen ganz besonders interessanten Anblick. Dann nämlich findet die berühmte "Corsa dei Ceri" statt, ein Wettrennen, bei dem junge Männer große Holzbalken hoch auf den Berg zur Kirche des Stadtpatrons San Ubaldo tragen. Dieses Volksfest zieht alljährlich Tausende von Besuchern an und hat Gubbio weithin bekannt gemacht.

Die Mittagspause wird in Gubbio verbracht und es bleibt auch noch ein wenig Zeit für einen Stadtbummel durch die malerischen Gassen.

Anschließend geht es weiter in Richtung Süd-Osten nach Gualdo Tadino. Dieser Ort ist nicht so bekannt wie Gubbio, bietet aber auch einige interessante Sehenswürdigkeiten. Gualdo Tadino liegt auf einem Hügel auf den Hängen des Monte Serra Santa in der nähe der alten Via Flaminia. Der Ort mit fast 15.000 Einwohnern ist vor allem für seine Keramikproduktion bekannt und wird auch gerne wegen seines milden Klimas besucht. Hauptsehenswürdigkeit ist die Kirche San Francesco aus dem 13. Jh., die heute Sitz der städtischen Pinakothek ist, in der vorrangig Fresken präsentiert werden.

 

Spello-Foligno-Montefalco-Bevagna

 

Erstes Ziel dieses Tages ist Spello, nur einige Kilometer südlich von Assisi gelegen. Spello ist ein kleiner Ort mit nur knapp 8.000 Einwohnern und ist ähnlich wie Gubbio dadurch gekennzeichnet, daß hier das mittelalterliche Stadtbild noch fast ganz erhalten geblieben ist. Auch Spello war eine Stadt der Umbrer, ehe die Römer in diesem Gebiet die Herrschaft an sich rissen. Später waren es die Langobarden, dann die Päpste, die hier regierten. Aus der römischen Zeit sind noch zwei Stadttore erhalten: Porta Consolare an der Straße nach Rom und Porta Venere im Westen der Stadt. Hauptkirche ist Santa Maria Maggiore. Der Bau stammt aus dem 12./13. Jh. und 1685 wurde die Fassade neu errichtet. Im Inneren ist die Cappella Baglioni von Bedeutung. Diese ist eine Auftragsarbeit der Familie Baglioni aus dem Jahre 1500 und die Wandmalereien wurden von Pinturicchio ausgeführt. Oberhalb der Stadt das Belvedere, eine Aussichtsterrasse unweit der Burg ("Rocca") des Kardinals Albornoz.

Von Spello sind es nur wenige Kilometer bis Foligno. Foligno ist mit über 50.000 Einwohnern schon eine größere, aber auch modernere Stadt am Ende des Topino-Tales. Hier findet man bedeutende Industrie- und Handelsbetriebe, da Foligno einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt darstellt. Im Krieg wurde die Stadt stark bombadiert und zerstört, da sich hier ein Teil der italienischen Flugzeugindustrie befand. So findet man heute wesentlich weniger mittelalterliche Überreste als in vergleichbaren anderen umbrischen Städten.

Dennoch finden sich auch hier einige interessante künstlerische Sehenswürdigkeiten. Allen voran die Pinacoteca im Palazzo Trinci, der leider im Krieg stark beschädigt wurde, dann der Dom San Feliciano, der schon im Jahre 1113 erbaut worden war und später mehrfach verändert wurde und aschließlich die Kirche Santa Maria Infraportas, in der jetzigen Gestalt die älteste Kirche der Stadt. Bei einem Spaziergang rund um die Piazza della Repubblica kann man sich einen Eindruck von der einstigen Größe der Stadt verschaffen.

Von Foligno führt der Weg weiter nach Montefalco. Die kleine Stadt (5.500 Einwohner) liegt einzigartig auf der Kuppe eines Hügels von dem man weit in die umbrische Landschaft schauen kann. Man nennt den Ort aus diesem Grunde auch "La Ringhiera dell`Umbria" (der Balkon von Umbrien). Montefalco ist bis zum 13. Jh. unter dem Namen "Coccurione" bekannt und wird dann - unter der Herrschaft der Stauferkaiser - in Montefalco umbenannt. Später gehört der Ort wie fast die gesamte Region Umbrien zu Kirchenstaat. Zentrum der Stadt ist die Piazza dell Comune, wo sich auch der Palazzo Comunale befindet. Dieser Palast aus dem 13. Jh. wurde später mehrfach umgebaut. Von seinem Turm aus hat man einen schönen Blick über die umgebende Landschaft. Wichtigste Sehenswürdigkeit in Montefalco ist die Kirche San Francesco, die im 14. Jh. im gotischen Stil errichtet wurde. Nach Montefalco folgt auf der Rückfahrt in Richtung Hotel noch ein kleiner Besuch in Bevagna, einer kleinen Stadt am westlichen Rand des Valle di Spoleto. Auch hier findet man die typische Ansammlung von Palästen und Kirchen. Darüberhinaus finden sich allerdings auch einige Überreste aus der römischen Zeit, so ein Tempel und ein Mosaik in einer ehemaligen Thermalanlage.

 

Assisi

 

An diesem letzten Aufenthaltstag steht ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm: der Besuch der Stadt Assisi. Assisi ist ein religiöses Zentrum in einer Umgebung, die durch ihre landschaftliche Schönheit geprägt ist. Schon von weitem sichtbar liegt der große Klosterkomplex und die Kirche San Francesco am Hang des Monte Subasio.

Auch Assisi ist eine Stadt der Umbrer, die später römisch wurde. Im 12. Jh. wurde die Stadt freie Kommune und stand stets in Konkurrenz zur nahegelegenen Stadt Perugia. Ein einschneidendes Ereignis war das Wirken des jungen Francesco di Bernardone, der später als hl. Franziskus weltberühmt werden sollte. Schon kurz nach seinem Tod heiliggesprochen, war sein Grab Ziel der Pilger aus aller Welt. Um den Leichnam würdig zu bestatten, wurde eigens eine Kirche gebaut: San Francesco. Dieser Bau ist ungewöhnlich, was die  Anlage anbelangt, denn er besteht aus zwei Teilen. Die Unterkirche ist die eigentliche Grabeskirche, die von den Pilgern besucht wird, die Oberkirche hingegen ist die Konventskirche und dient für Gottesdienste für die Stadtbevölkerung. Doch nicht allein diese Kirche prägt den religiösen Charakter der Stadt. Darüber hinaus findet sich in Assisi noch ein Dom, die Kirche Santa Chiara mit dem Grab und dem Leichnam der hl. Klara. Alle diese Kirchenbauten sind integriert in ein mittelalterliches Stadtgefüge, das sich entlang des Hanges erstreckt. Auch die Veranstaltungen geben die religiöse Stimmung der Stadt wider, vor allem die großen Veranstaltungen in der Karwoche und an Fronleichnam. Es lohnt, in Assisi ein wenig länger zu verweilen und sich den Reiz der Stadt zu erwandern.

Sollte an diesem Tag noch Zeit zur Verfügung stehen, so empfiehlt sich ein Abstecher nach Nocera Umbra, einer kleinen Bischofsstadt, die durch ihr Mineralwasser bekannt ist. Auch hier wieder eine Kirche mit dem Namen San Francesco, von denen es in Umbrien wohl Hunderte gibt. Diese Kirche beherbergt ebenfalls eine Pinacoteca mit einer Vielzahl von Fresken.

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