Abruzzen

Geographisch

Die Region Abruzzen liegt an der adriatischen Küste etwa in der Mitte des italienischen Stiefels. Die Region ist - ausser im Küstenbereich - durch eine ausgeprägte Hügel- und Berglandschaft geprägt, bei denen Höhen bis fast 3.000 m (Gran Sasso, 2.912 m) errreicht werden. Es ist eine grandiose, aber karge Landschaft, in der nur der Küstenstrich stärker bevölkert ist. Hauptstadt der Region ist L'Aquila. Provinzhauptstädte sind Chieti, Pescara und Teramo. Die Region Abruzzen (ital. "Abruzzo") als Verwaltungsbezirk ist zu unterscheiden von der Gebirgslandschaft im Apennin (ital. "Abruzzi")

Historisch

Aufgrund des starken Widerstandes der dort beheimateten Volksstämme kam das Gebiet der Abruzzen erst recht spät unter römische Herrschaft. Im Mittelalter zunächst unter Verwaltung der Langobarden waren die Abruzzen dann Verbündete der Staufer und nahmen an den Kriegen gegen den Papst teil. Nach dem Ende der Stauferherrschaft in Italien fiel das Territorium unter die Herrschaft der Anjou und der Aragoneser und später der Spanier wie auch der größte Teil Süditaliens. Erst im Jahr 1860 wurden die Abruzzen Teil des Königreiches Italien.

Sehenswürdigkeiten

Aufgrund der Tatsache, daß der größte Teil der Region Abruzzen sehr gebirgig ist, und diese Landschaft nur sehr schwer zugänglich war, gibt es kaum Sehenswürdigkeiten, die von hervorragender Bedeutung sind. Es gibt zahlreiche Überreste aus der römischen Antike in Chieti, Teramo, Amiternum und Sulmona. Weitere wichtige Bauwerke wurden im Mittelalter im Zeitraum vom 11. bis zum 14. Jahrhundert errichtet. Damals entstanden Kathedralen (Teramo, Chieti) und Klöster. Durch besonderen Kirchenreichtum zeichnet sich die Stadt L'Aquila aus. Aus der Zeit der Renaissance und des Barock sind nur wenige Zeugnisse vorzuweisen.

Küche & Keller

Die Küche der Abruzzen ist durch ihre Landschaften geprägt. Daher findet man im gebirgigen Teil vorzugsweise Agnelli (Lämmer) und Zicklein (Caprette) auf dem Speiseplan, ergänzt durch milde, fette Schafskäse (Peccorino) und weiche Kuhmilchkäse (Scarmorze und Caciocavalli). Eine besondere Bedeutung hat der Safran, der im Umkreis um die Hautstadt L'Aqulia gewonnem wird. Die abruzzesische Küche ist einfach, aber nicht fad. Gewürze wie die Peperoncini sorgen für die notwendige Schärfe der Speisen. Naturgemäß ist an der Küste der Speiseplan auf das Meer ausgerichtet: Fische aller Arten, grilliert, frittiert oder in einer Suppe ("Brodetto di Pesce") werden dem Gast präsentiert. Die Weine der Region (Abruzzo, Trebbiano, Montepulciano) sind bodenständig und passen zum rustikalen Charakter der Speisen.

Themen

Auch die Reisethematik wird durch die beiden dominierenden Landschaftsteile bestimmt. Während sich an der Küste in der Hochsaison die Badeurlauber tummeln, findet der Wanderer in den Nationalparks im Gebirge ("Gran Sasso") ein ideales Revier für ausgedehnte Wandertouren. Man kann dort sogar noch Braunbären, Wölfe und Steinadler in freier Wildbahn bewundern.

Ihr Ansprechpartner: Sara Langiu

Sara Langiu
Mail: sl@italweg.de
Tel.: 0221/92434-13

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